Protokoll der Mitgliederversammlung am 09.06.95

1. Begrüßung durch den Vorstand
Die Vertreterin des Vorstandes, Rita Keller, begrüßte die Versammlungsteilnehmer. Der Vorstand schlug als Versammlungsleiter Dharmapriya und als seinen Vertreter Ernst Adams vor.
Der Vorschlag wurde p.A. angenommen.

2. Festlegung der Tagesordnung
Der Versammlungsleiter stellte die Beschlußfähigkeit der Versammlung fest. Wolfgang Klein schlug vor/ die Tagesordnung um mehrere Funkte zu erweitern. Nach einiger Diskussion wurde die Tagesordnung in der in der Einladung vorgeschlagenen Form angenommen. Die Punkte von Wolfgang Klein wurden zu Punkt 8. "Verschiedenes" gefügt.

3. Rechenschaftsbericht des Geschäftsführers
Michael Forbes (Vorstand für Mitgliederangelegenheiten und Finanzen) erläuterte die juristischen Schwierigkeiten im Zusammenhang mit der Satzung des Vereins, insbesondere mit dem Finanzamt München. Daher konnten 1994 keine großen Fortschritte erreicht werden. Weitere Erläuterungen zu dem Thema unter TOP 4. "Vorstandsarbeit".
Es wurden bisher 2 Mitteilungsblätter herausgegeben und eine T-Shirt-Aktion gestartet.
Am 31.12.94 hatte der Verein ca. 50 Mitglieder. Deren Mitgliedsbeiträge wurden über einen Vorverein gebucht, da kein Bankkonto vorhanden war. Bis Anfang Juni 1995 stieg der Mitgliedsbestand auf 233 Mitglieder.

4. Bericht über Vorstandsarbeit
Zum weiteren Aufbau des Vereins gab M.F. einen weiteren Bericht: Seit der Gründung des Vereins trat der Vorstand 3 Mal zusammen. Es wurde ein Ausbildungsbeirat gegründet, dem Dharmapriya, Luise Wörle und Dr. Karl Baier angehören. Ein Zuschußbeirat ist geplant. Die Forderung nach Gemeinnützigkeit führte zu erheblichem Zeitverlust; das Finanzamt München sah eine Interessenkollision zwischen der Zielsetzung eines gemeinnützigen Vereins und einer Organisation für Lehrerausbildung, da eine Lehrerausbildung nach wirtschaftlichen Grundsätzen geführt werden müsse. Nach langwierigen Verhandlungen schlug das Finanzamt die Bildung eines weiteren Vereins vor, der sich mit der Lehrerausbildung befassen soll. Damit könne der zuerst gegründete Verein seine Gemeinnützigkeit behalten.
M.F. erläuterte zwei Möglichkeiten der Vereinsstruktur: (siehe die Skizze unten).

Diese beiden Modelle wurden diskutiert. Die Möglichkeit, einen Zweckbetrieb innerhalb des Vereins zu führen, wurde aufgrund der Auffassung des Finanzamtes München als nicht durchführbar dargestellt. Auch nach Auffassung des Amtsgerichts Bonn, so berichtete Rita Keller, können innerhalb eines Zweckbetriebes zwar Übungsleiter ausgebildet werden, für die Berufsausbildung zum Yogalehrer bedarf es jedoch wegen der erwarteten Höhe des Umsatzes eines Berufsverbandes bzw. Wirtschaftsbetriebes.
Wolfgang Klein formulierte ein grundsätzliches Mißtrauen gegen die Vorgehensweise des Vorstandes, der über einen zweiten Verein, unkontrolliert durch den anderen Verein, handeln könne. Außerdem hätten die Mitglieder vor der Mitgliederversammlung über die neue Konstruktion informiert werden müssen. Der Antrag (Klaus Henning), eine außerordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen, um die Angelegenheit erneut unter besseren Vorbedingungen zu diskutieren, wurde mit 4 gegen 25 Stimmen abgelehnt. In mehreren Wortmeldungen wurde dem Vorstand das Vertrauen ausgesprochen.
Die Diskussion, in der auch noch über die Finanzplanung einer Lehrerausbildung und die Angehörigen des Lehrkörpers gesprochen wurde, mündete in den Antrag von M.F.: Die Mitgliederversammlung möge empfehlen, daß der Vorstand nach seinem Ermessen die Entwicklung der Vereinsstruktur weiterfuhren soll.
Für den Antrag: 24, dagegen 4, Enthaltung 1.

5. Stellungnahme zur Ausbildung
Birgit Andrews berichtete über den Stand der Ausbildungsplanung. Rita Keller und sie hatten im Auftrag des Vorstandes eine Ausbildungsplanung auf der Grundlage von Ausbildungsgrundlagen anderer Länder erarbeitet. Das Ergebnis wurde den Vorstandsmitgliedern und dem Ausbildungsbeirat zur Mitprüfung zugeschickt. Nach Einarbeitung der Änderungsvorschläge und der nachfolgenden Zustimmung aller Betroffenen wurde Mr. Iyengar über das Konzept informiert. Er gab am 25.01.95 seine Zustimmung.
Die Konzepte wurden danach an den erweiterten Vorstand verschickt. Die dann folgenden Änderungsvorschläge wurden eingearbeitet, so daß nun die endgültige Fassung vorliegt.
Zeitplanung für den Ausbildungsbeginn:
West September 1995 Süd Februar 1996 Nord Frühjahr 1996.
Die Gebühr pro Unterrichtseinheit beträgt 10,- DM. Der Betrag wurde unter der Annahme ermittelt, daß mindestens 15 Teilnehmer pro Lehrgang an der Ausbildung teilnehmen werden.

6. Bericht der Kassenprüfer
Als Kassenprüfer waren eingesetzt: Horst Binski, Georgie Grütter und Olga Schladweiler. Diese berichteten, daß keine Beanstandungen vorliegen. Der Vorstand wurde mit 35 zu 1 Stimmen (mit einer Enthaltung) entlastet. (Die Stimmenmehrzahl gegenüber der letzten Abstimmung ergibt sich aus dem weiteren Zugang von Vereinsmitgliedern).

7. Ausblick in die Zukunft
Vom l. bis 21.01.1996 findet in Pune lt. Rita Keller ein Intensive-Kurs für deutsche Iyengar-Yogalehrer mit langjähriger Unterrichtserfahrung statt.
Die Mitgliederversammlung diskutierte über die Notwendigkeit eines Mitteilungsblattes. Das Blatt soll lt. Vorstand Vereinsinformationen, Fachartikel/ Informationen allgemeiner Art u. a. enthalten. Die Auffassung von Wolfgang Klein, die Mitgliederversammlung müsse offiziell über das Mitteilungsblatt abstimmen, wurde von Michael Forbes mit Hinweis auf die Satzung widerlegt. Rita Keller stellte den Antrag, dem Vorstand zu empfehlen, ein Mitteilungsblatt herauszugeben.
Für den Antrag 35, dagegen 1, Enthaltung 1.
Daraufhin wurde über den Namen des Blattes auf Basis der abgegebenen Vorschläge abgestimmt:

Vorschlag Dafür
Abhyasa 13
Yoga-Post 2
Yoga-Spiegel 2
Asana 7
Iyengar-Yoga-Post 5
Vereinsmitteilungen 3
Prana 1
Darsana 2
Namaste 2

Abhyasa wurde als Name des Mitteilungsblattes angenommen.
Rita Keller teilte mit, daß auch in diesem Jahr Workshops in Tschechen stattfanden. Die Tschechen möchten im nächsten bzw. übernächsten Jahr eine Yoga-Lehrer-Ausbildung mit deutscher Unterstützung durchführen.
Ralf Schütt teilte mit, daß er eine Selbstdarstellung des Vereins verfaßt. Sie dient der Erläuterung für Krankenkassen, Presse usw.

8. Verschiedenes
Michael Forbes schlug vor, die nächste Mitgliederversammlung am 31.05.96 in Hannover durchzuführen. Dafür 34, Enthaltung 3.

Die Versammlung schloß um 22.20 Uhr.


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