Yoga kontrovers

Hier erscheinen Artikel, die zur Diskussionen über verschiedene Aspekte von Yoga anregen möchten. Also auf dieser Seite sollt Ihr alle mitreden!

Zum Thema "... die Schaffung eines Marktartikels" aus Asana 1

Ronny Elksnat hat sich mit dem Begriff "Iyengar-Yoga" auseinandergesetzt und Guruji auch gleich gefragt, wie er überhaupt zu diesem Problem steht.
B.K.S. Iyengar schreibt: (in EuroYoga News, Nr. 6, September 1995) Yoga ist Yoga, es ist so alt wie die Zivilisation selbst. Es ist unmöglich, Yoga anders zu nennen. Folglich müssen die Schüler des Yoga ihre Dankbarkeit zum Ausdruck bringen und diejenigen ehren, die Yoga erfanden oder entdeckten, so daß wir heute davon profitieren.
Der einzige Beitrag meinerseits ist, daß ich die sterbende Pflanze des Yoga gepflegt habe, damit sie doch Früchte tragen konnte. Diese Frucht des Yoga, die ich präsentierte, wird von den Menschen ausgepreßt, die zu mir zum Lernen gekommen sind und so anfingen, davon zu trinken. Das ist alles. Leider, um Umstände zu vermeiden, begannen die Leute dies "Iyengar-Yoga" zu nennen, wobei es "wie bei Mr. Iyengar unterrichtet" heißen sollte. Ich glaube nicht, daß nur durch die Ernennung "Iyengar-Yoga" die traditionelle Bedeutung oder Methode tangiert wird. (Übersetzung: Michael Forbes)

Ökologie und Yoga

von Ronny Elksnat

Heute möchte ich einmal die Frage aufwerfen, wie es sich denn mit dem Verhältnis von Yoga zu Ökologie verhalten mag. Eine Frage, die für mich in zwei Teile zerfällt:
- beinhaltet der Weg des Yoga eine ökologische Lebensweise?
- wenn ja, inwieweit wird unsere Praxis dem gerecht?
Nach meiner Auffassung nun läßt sich die erste Frage auch ohne tiefes Quellenstudium klar bejahen. Ich möcht dazu hier nur eine Definition von Yoga zitieren, die ich dem Glossarium (S. 358) von "Licht auf Yoga" (B.K.S. Iyengar) entnehme: "Das Hauptziel von Yoga ist die Lehre des Wegs zur Vereinigung der menschlichen Seele mit dem Höchsten Geist der das Weltall durchdringt." Aber auch weniger hoch gegriffen denke ich, daß gerade die gewohnten Kleinigkeiten im Umgang mit Yoga (unsere alltägliche Praxis, Kursleitung etc.) eine Bereicherung und Vertiefung daraus gewinnen können, wenn wir sie in Einklang mit unserer unmittelbar erfahrbaren Umwelt zu gestalten vermögen.
Womit wir dann beim zweiten Teil der Frage landen. Von den vielen Facetten der Betrachtungsweise, die sich hier anbieten, möchte ich nur jene in Schlagworten aufgreifen, die mir am Naheliegendsten scheint. Wie nämlich warum mit welchen Materialien umgegangen wird. Stichworte meiner Beobachtungen sind:
- (z.B.) Meterhohe Wände von Schaumstoffblöcken (Schulterstandplatten) als Gabe für die Teilnehmer am EuroYoga 93 in London.
- Yogapropsanbieter, die keine Auskunft darüber geben können, ob ihre rutschfesten Matten unter FCKW-Einsatz hergestellt wurden (was wahrscheinlich ist).
- Massenproduktion von Werbung (Kursprogramm: Auflage 1500 Stück, Höchstteilnehmerzahl: 12)
- Massiver Esoteriktourismus ("mindestens 2x im Jahr zum Yoga nach Goa") usw. usf.

Für Anregungen bzgl. der weiteren Facetten dieser Frage bin ich / sind wir ebenso dankbar, wie für Kommentare und Erwiderungen jeder Art.

Namaste.


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