Prasarita Padottanasana

von Ernst Adams

In "Licht auf Yoga" schreibt B.K.S. Iyengar:
"Durch diese Übung werden die Muskeln an der Innenseite und der Rückseite der Oberschenkel voll entwickelt. Der Oberkörper und der Kopf werden gut mit Blut versorgt. Diese Haltung ist ein guter Ersatz für den Kopfstand, und sie stärkt die Verdauung"

Bei weniger Geübten treten anfangs bei dieser Übung vor allem in den Beinen enorme Dehnungsgefühle auf. Die Schmerzhaftigkeit dieser Gefühle läßt kaum Raum dafür, den Oberkörper nach unten zu dehnen und das Angenehme an dem Hängen nach unten zu empfinden. Da zumindest in den Beinen auch noch ein ziemlicher Krafteinsatz notwendig ist, um stabil zu stehen und die Höhe in den Leisten zu halten, entsteht leicht der berechtigte Eindruck von Anstrengung.
Sind die Muskeln gut gedehnt und auch kräftiger geworden, fällt es leichter, diese Übung als erholsam zu empfinden, und man merkt, wie es im Kopf ruhiger und klarer wird.

Es ist wie im richtigen Leben: man braucht viel Kraft, um loslassen zu können, sonst gerät man dabei "aus der Fassung". Das Weiche hat ohne das Harte keine Form.
Aber wer nur Kraft hat, ohne loslassen zu können, der ist entweder starr, oder es zerreißt ihn. Das Harte ohne das Weiche ist leblos.


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