Protokoll der Mitgliederversammlung der IYVD am 24.05.1997

Versammlungsleiterin: Birgit Andrews

Schriftführer: Helmut Ballweg, Teil 1 (Tagesordnungspunkt 1+2)

Margarete Haizmann, Teil 2 (Tagesordnungspunkte 3-9)

Teilnehmer: 23 Mitglieder der IYVD: Hermann Traitteur, Ralf Schutt, Edith Schuhmacher, Birgit Andrews, Rita Keller, Martina Schäfer, Miki Malinka, Martin Grünmüller, Mauricette Arweiler, Annegrete Krappe, Margarete Haizmann, Jutta Bihlmann, Ulrike Roesler, Rolf Adam, Michael Forbes, Christel Allgöwer, Judith Brünn, Regina Dorst, Helmut Ballweg, Milica Juresa, Wolfgang Klein, Gertrud Peifer, Gabriele Hofmann (Gäste durften dieses Jahr nicht an der Mitgliederversammlung teilnehmen.)

Tagesordnungspunkt (TOP) 1 : Birgit Andrews begrüßte die anwesenden Mitglieder und eröffnete die Versammlung um 14:00 Uhr. Zum "Ausschluß eines Mitglieds - Widerspruchsverfahren" wurden zu Beginn der Versammlung die Briefe von vier Vereinsmitgliedern (Minka Hausschild, Benedikt Klimke, Beate Scholz und Uschi Schwesig) zur Einsichtnahme vorgelegt. Die in einem Brief beantragten Satzungsänderungen von Ronny Elksnat konnten in der Tagesordnung nicht berücksichtigt werden, weil sie in der Einladung nicht angekündigt wurden und somit nicht beschlußfähig waren. Eine Diskussion unter Punkt 9 "Verschiedenes" erschien nicht sinnvoll, da Ronny Elksnat nicht anwesend war und seine Position nicht vertreten konnte. Aus diesem Grund wurden die Anträge von Ronny Elksnat auf die nächste Mitgliederversammlung vertagt.

Die folgende Tagesordnung wurde mit 20 Ja-Stimmen und 2 Enthaltungen angenommen (22 Mitglieder waren zu diesem Zeitpunkt anwesend):

1. Begrüßung durch den Vorstand und Festlegung der Tagesordnung
1a. Genehmigung des Protokolls der letzten Mitgliederversammlung
2. Ausschluß eines Mitglieds Widerspruchsverfahren
3. Bericht der Geschäftsstelle
4. Finanzen (Bericht der Kassenprüfer)
5. Bericht über B.K.S. Iyengar in Berlin 1996
6. Entlastung des Vorstandes
7. Satzungsänderung: Stimmabgabe bei Vorstandswahl per Brief ermöglichen
8. Haftpflichtversicherung, Assessment, Stand der Ausbildung der BIYVD, ausländische Zertifikate, Studiengruppen
9. Verschiedenes

TOP 1a: Das Protokoll der letzten Mitgliederversammlung vom 31.05.96 wurde von Ralf Schütt verlesen. Es wurde mit 21 Ja-Stimmen und 1 Nein-Stimme genehmigt.

TOP 2 (14:55 -16:05 Uhr): Ausschluß eines Mitglieds - Widerspruch

Das Mitglied Wolfgang Klein, Köln, wurde durch Beschluß des Vorstands vom 24. November 1996 aus der IYVD ausgeschlossen. Er hat formgerecht Widerspruch eingelegt, über den laut Satzung die Mitgliederversammlung zu entscheiden hat.

Birgit Andrews las zunächst den Brief des Vorstandes vom 24.11.1996 an Wolf gang Klein vor, in dem die Gründe für den Ausschluß erläutert werden. Dieser Brief wurde als "Nummer 11" der Dokumentation des diesbezüglichen Briefwechsels mit der Einladung zur Mitgliederversammlung verschickt.

Ein Brief von Karl Baier, der zwischen den Parteien vermitteln wollte, wurde von Rita Keller vorgelesen. Er stellte einen letzten Versuch des Vorstandes dar, noch zu einer gütlichen Einigung zu kommen. Der Brief wurde als Kopie an die anwesenden Mitglieder verteilt.

Anschließend stellte Wolfgang Klein ausführlich dar, daß es für einen Ausschluß keinen Grund gebe, weil er weder gegen das Ansehen des Vereins noch gegen die Satzung verstoßen habe. Er habe lediglich in Vereinssitzungen auf Genauigkeit geachtet. Seiner Meinung nach habe er die Arbeit des Vorstandes nicht behindert. Er wiederholte Vorwürfe hinsichtlich der Kassenführung von Michael Forbes, die er bereits auf der letzten Mitgliederversammlung geäußert hatte.

In der folgenden Diskussion vertrat vor allem Gabriele Hofmann, die ab diesem Zeitpunkt an der Versammlung teilnahm (= 23 Mitglieder), die Meinung, daß aus Toleranzgründen Wolfgang Klein nicht ausgeschlossen werden sollte. Einige weitere Vereinsmitglieder sprachen sich für den Versuch zur Integration aus. Dagegen wurde die Meinung vertreten, daß der Vorstand nicht dauernd in einer Verteidigungsposition sein könne. Von seiten des Vorstandes wurde betont, daß in diesem seit Jahren dauernden Konflikt alles versucht wurde, um zu einer Lösung zu kommen.

Nach einiger Zeit wurde beschlossen (21 Ja-Stimmen, 2 Nein-Stimmen), daß jeder Anwesende nur noch eine Minute Redezeit haben sollte.

Nach den Stellungnahmen wurde mit 21 Ja-Stimmen, 1 Nein-Stimme und 1 Enthaltung beschlossen, daß Wolfgang Klein für seine Abschlußbemerkung mehr Zeit erhalten sollte. In seiner Schlußbemerkung wurde deutlich, daß Wolfgang Klein von keinem seiner Vorwürfe abrücken wollte, die sich nach seiner Aussage vor allem gegen Rita Keller und Michael Forbes richten.

Zum Antrag auf geheime Wahl erfolgten drei Abstimmungen:

1. 9 Ja-Stimmen, 9 Nein-Stimmen
2. 8 Ja-Stimmen, 8 Nein-Stimmen
3.11 Ja-Stimmen, 7 Nein-Stimmen

Somit wurde eine geheime Wahl durchgeführt. Die Wahlhelfer waren Martin Grünmüller und Ulrike Roesler. Der Antrag zur Abstimmung lautete:

Der Vorstand beantragt den Widerspruch Wolfgang Kleins zurückzuweisen und damit den Ausschluß Wolfgang Kleins durch den Vorstand zu bestätigen.

Abstimmungsergebnis:

17 Ja-Stimmen, 2 Nein-Stimmen, 4 Enthaltungen.

Sodann verabschiedete sich Wolfgang Klein. Die Versammlungsleiterin verkündete eine Pause von 15 Minuten.

. . .

Teil 2, 16.30 -18.00 Uhr, Tagesordnungspunkte 3 - 9

Schriftführerin: Margarete Haizmann,

TOP 3 Bericht der Geschäftsstelle und
TOP 4 Finanzen (Bericht der Kassenprüfer) zusammengefaßt

Von Michael Forbes wird vorgetragen:

Der Verein zählt momentan 330 Mitglieder, die Mitgliedsbeiträge liegen für 1996 bei ca. DM 26 000,-. Die Geschäftsstelle ist im Herbst 1996 in neue, größere Räume (im gleichen Haus) umgezogen. Auch für die Ausbildung gibt es jetzt eine schönes, neues Studio in München. Das Büro wurde auf neues Hard- und Software umgestellt, um die Adressenverwaltung und die Buchführung des Vereins besser handhaben zu können. Diese Verbesserungen werden vom Studio für Iyengar-Yoga München, Michael Forbes, finanziert.

Jeder der Anwesenden erhält eine Kopie des Kostennachweises für das Jahr 1996, wonach ein förmlicher Überschuß von DM 528,71 für den Verein verbleibt.

Auf Rückfrage einer Teilnehmerin erläutert Michael Forbes, daß bei den Kosten DM 580,- monatlich erscheinen. Auf weitere Rückfrage der Teilnehmerin, ob wirklich eine 580,- DM-Kraft für Vereinszwecke benötigt wird, erläutert Michael weiter, daß laut Vorstandsbeschluß (vom 25./26.95 bzw. 7./8.3.97)'die Geschäftsstelle DM 8 400,— pro Jahr erhalten soll. Aus Vereinfachungs- und Ersparnisgründen wird eine "580,- Kraft" engagiert, die im Büro arbeitet. Dafür werden Miete, Telefonkosten, täglicher Porto-Aufwand und Büromaterial etc. nicht in Rechnung gestellt.

Das Finanzenblatt wird gemeinsam durchgegangen, der relativ hohe Minusposten durch einen zu hohen Bestand an T-Shirts fällt auf. Da der Verein nicht bilanziert, sondern das Jahresergebnis durch die weniger aufwendige "Einnahme-Überschuß-Rechnung" darstellt, bleiben Sachwerte (Inventar) außer acht. Ein Bestand an ca. 230 T-Shirts wird durch ihren Verkauf diesen Posten wieder ausgleichen.

Weitere Erläuterungen zur Ausfallentschädigung des Tagungshauses von DM 2 700,- für das Jahrestreffen 1996 in Springe folgen, es kamen weniger Teilnehmer bzw. Gäste als erwartet. Es wird angestrebt, die Jahrestreffen zukünftig wieder kostendeckend abzuhalten, was in den "Hochburgen" des Iyengar-Yoga eher möglich scheint (Berlin, Bad Neuenahr, München).

Die Buchführung für den Besuch Iyengars im Oktober 1996 wurde von den Organisatoren in Berlin erstellt und so übernommen.

Der Bericht der Kassenprüfung für die IYVD vom 21.5.97 wird von Christel Allgöwer vorgelesen.

Es folgt der Kassenbericht des BIYVD von Rita Keller, Bad Neuenahr:

Sie berichtet über die finanzielle Situation der Iyengar-Yoga-Lehrer-Ausbildung München und Bad Neuenahr.

Es ergibt sich, nach Abzug diverser Anschaffungen wie Skelette und Literatur, momentan ein Überschuß von DM 21 000,-, der angelegt wird.

TOP 5 Bericht über Iyengar-Besuch im Oktober 1996 in Berlin

Hermann Traitteur berichtet:

Guruji hat sich in Berlin sehr wohl gefühlt, was allen Organisatoren ein großes Anliegen war. Karten für seinen Vortrag "Yoga Verbindet" im "Haus der Kultur" waren schnell ausverkauft. Aus der Befürchtung heraus, dies könnte eventuell nicht der Fall sein, entstand eine Panne: Die Friedensuniversität in Berlin wurde als mögliche Mitträger der Veranstaltung angesprochen. Sie informierte wiederum ihre Mitglieder darüber einige Tage früher als die IYVD, was in einigen Fällen zu Verwirrung führte. Die Organisatoren brachten hierüber ihr Bedauern zum Ausdruck.

Die Einnahmen des Besuchs hielten sich mit ca. DM 20 000,- nahezu die Waage mit den Ausgaben, es ergab sich unter dem Strich ein Verlust von ca. DM 400,-. Hermann Traitteur hat eine Pressemappe erstellt, von der jedes anwesende Mitglied ein Exemplar ausgehändigt bekam.

Guruji erhielt als Gastgeschenk eine Fotomappe und das Mauerbuch von Berlin und ein Geldgeschenk von DM 1500,-.

Es wird mit 17 Ja-Stimmen abgestimmt, daß die Organisatoren des Berlin-Besuchs und ihre Helfer ein Dankschreiben der IYVD für ihre Mitarbeit erhalten sollen. Michael Forbes wird dies veranlassen.

TOP 6 Entlastung des Vorstands Annegrete Krappe stellt den Antrag, daß der Vorstand entlastet wird.

Mit 21 Ja-Stimmen und einer Enthaltung wird der Vorstand entlastet.

TOP 7 Satzungsänderung: Soll eine Stimmabgabe bei der Vorstandswahl per Brief möglich sein?

Im Moment gibt es keine Wahlmöglichkeit für Abwesende. Speziell angesichts der Situation in den USA hat Guruji angeregt, dies per Brief zu ermöglichen.

Es folgt der Antrag, Punkt 7 zu verschieben, bis ein Handlungsbedarf besteht.

Der Antrag wird mit 20 Ja-Stimmen und 1 Enthaltung angenommen.

Rita Keller wird Guruji davon unterrichten, daß wir zur Zeit die persönliche Wahl bevorzugen.

TOP 8 Haftpflichtversicherung, Assessment, Stand der Ausbildung des BIYVD, ausländische Zertifikate, Studiengruppen

Zum Punkt Haftpflichtversicherung berichtet Rita, daß von der COLONIA ein Angebot für insgesamt 240 Lehrende besteht, eine Berufshaftpflicht für DM 118,80 pro Jahr abzuschließen. Diese beinhaltet keine Privathaftpflicht.

Dieses Angebot scheint nicht sehr interessant, Judith Brünn weiß, daß beim BDY eine Berufshaftpflicht schon für DM 50,— für seine Mitglieder angeboten wird.

Sie wird sich erkundigen, bei welcher Versicherung der BDY dieses Angebot ausgehandelt hat.

Zum Stand der Ausbildungen berichtet Rita Keller:

Es gab Einführungsseminare in Bad Neuenahr und in München. Die Ausbildung ist September 1996 in München mit 16 Teilnehmern angelaufen, es kamen sechs neue Teilnehmer in Bad Neuenahr dazu. Es soll jedes Jahr ein neuer Ausbildungsgang beginnen, alternierend 1997 einer in Bad Neuenahr, 1998 wieder einer in München usw.

Der außerordentliche Prüfungstermin vom Januar 1997 wurde verlegt auf Juni 1997, da zum Schluß nur vier Prüflinge gemeldet waren.

Die Grundlagen der Ausbildung, die wir soeben fertiggestellt haben, wurden verschiedenen Ländern zu Verfügung gestellt, es wird eine Zusammenführung dieser Länder mit Pune angestrebt.

Zum Thema Fortbildungen berichtet Rita Keller weiter, Gita Iyengar hat eine Einladung nach Deutschland abgesagt. Intensives gibt es augenblicklich nicht für Deutschland in Pune,

Plätze in der General Class sind Mangelware.

Tschechen wird von Deutschland aus mit einer Ausbildung versorgt, verschiedene Dozenten leisten dort ihre Arbeit unentgeltlich.

Es gab Querelen mit Holland wegen gegenseitiger Anerkennung der Zertifikate und wegen des Ausbildungsniveaus. Eine Lösung scheint nahe.

TOP 9 Verschiedenes

Das nächste Jahrestreffen findet statt vom 5. -7. Juni 1998. Es wird der Antrag gestellt, Berlin zum Veranstaltungsort zu wählen.

Der Antrag wird mit 19 Ja-Stimmen und 1 Enthaltung angenommen. Hermann Traitteur wird erste Schritte unternehmen.

Es wird noch die Frage erläutert, ob bei künftigen Treffen die Tage einzeln gebucht werden könnten. Dies scheint bei der jetzigen finanziellen Gestaltung organisatorisch schwierig. Eine Überlegung wäre, die Veranstaltung beispielsweise im kürzlich vergrößerten Yoga-Studio in München abzuhalten, wobei jeder Teilnehmer selber für Verpflegung und Unterkunft sorgt.

Es folgt sodann noch die Abstimmung, wo das Jahrestreffen 1999 stattfinden soll. 11 Stimmen für Bad Neuenahr, 7 Stimmen für München.

Der Vorstand drückt den Mitgliedern schließlich seinen Dank für das ihm wieder zuteilgewordene Vertrauen aus und auch sein Bedauern über die "Wunde", die durch den Ausschluß eines Mitgliedes entstanden ist. Die Versammlung wird gegen 18.00 Uhr geschlossen.


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