TZI - Grundeinstellung für jede Form der Gruppenarbeit

(Unterlage der ersten Sitzung)


LEITE DICH SELBST: "Sei dein eigener chairman"

ist die ERSTE, WICHTIGSTE UND SCHWERST-ERLERNBARE AUFGABE

(es braucht nie länger als ein ganzes Leben, wenn Du heute anfängst).

Sieh nach innen und beachte Deine inneren Komiteemitglieder:
was Du fühlst, wünschst, was Dich motiviert, was Du denkst, wie Dein Körper empfindet.
Unterdrücke keine Deiner vielen Stimmen.

Nimm nach außen hin wahr, was die Gegebenheiten sind: die anderen und die Sachlage. Nimm wahr, wie andere Menschen aussehen, was sie sagen und was sie meinen könnten (was ist möglicherweise ihre Situation, was könnten ihre Gefühle, Wünsche, Motivationen sein, ihr Denken, ihre körperlichen Empfindungen?).

Deine Vermutungen sind wichtig als Hilfestellung - sie entsprechen kaum je der Wirklichkeit des anderen.

Welche Ziele, Umstände und andere Menschen außerhalb des Gruppenraumes beeinflussen Euch?

Benutze Deine Sinne, Gefühle, Empfindungen, gedankliche Fähigkeiten und entscheide Dich verantwortlich von Deiner Perspektive her für Dich. Helfe den anderen, das gleiche zu tun, von ihrer Perspektive her. Und suche Konsens oder Kompromiß.

Du bist wichtig für Dich selbst: denn Du lebst. Du bist der einzige Mensch in der Welt, der Deine innere Welt erfühlen und erdenken kann. Darum erwarte nicht, daß ein anderer Dich errät ohne Deine genauen Aussagen, denn er kann das nicht, und Du leidest überflüssigerweise. Mache klare Aussagen. Beachte den anderen, ob er Dich versteht. Wenn nicht versuche es anders.

Der andere ist ebenso wichtig für sich selbst wie Du für Dich:

denn er lebt und hat Gefühle, Gedanken, Wünsche, Bedürfnisse. Höre ihm zu und lasse seine Worte und Gesten ganz in Dich ein - so gut wie Du es jeweils erlernt hast. Wäge Deine, und seine Wichtigkeiten in Deinen Entscheidungen ab. Lasse weder Dich selbst noch den anderen im Stich. Behandele Dich oder ihn/sie nicht als Aschenbrödel, sondern als Glied derselben Kette.

Übe Deine Sinne. Sieh die anderen an und beachte ihren Ausdruck. Versuche mit dem anderen zu sein, als sei sein Gedanke oder Gefühl Dein eigener. Dann wende Dich nach innen, Dir selbst zu und antworte ihm mit Deiner eigenen Reaktion auf das, was auf Dich zukam, von innen, von außen.

Sage, was Du fühlst und denkst mit Spontaneität und Takt. Entscheide Dich weise - für beides - jedes in rechtem Maß, zur rechten Zeit. Sage dem anderen nicht, wie er ist, sondern was Du erlebst durch Ihn. (Denn Du kannst nicht wissen, wie er ist, sondern nur raten, wie er sein mag!). Du bist sein Partner, nicht sein Richter. ("Ich höre Dir nicht geme so lange zu" ist Deine aussagbare Wirklichkeit, "Du redest viel zu lange, Du langweilst alle Leute" ist taktlos und wahrscheinlich nicht wahr.) - Dem anderen nicht zu sagen, wie er ist, sondern wie Du ihn erlebst, ist Grundlage aller guten menschlichen Beziehungen.

Sei echt - mache Dir nichts vor. Jeder Mensch hat gute und schlechte Eigenschaften. Jeder hat böse Stimmungen und macht Fehler. Nimm das an als menschliches Los und mache den nächsten Schritt (sofern Dein Fuß nicht zu weh tut - sonst ruhe Dich ein Weilchen aus!) Du kannst echt sein und Dir nichts vormachen, wenn Du Dir vergeben kannst. (Nur dann wird es leichter, Unrecht zuzugeben und auch dem anderen zu verzeihen und seinen nächsten Schritt zu ermutigen.)

SEI HEUTE DER DU BIST - DANN WIRST DU ES AUCH MORGEN WERDEN!

Ruth c. Cohn, 28. Mai 1975: Für die erste Sitzung eines Gruppenleiter-Workshops an der L’ecole d’humanite

  • Iyengar-Yoga-Lehrer-Ausbildung Jetzt auch im
    "Bausteinsystem"
  • Ab September ’98 ist es nun soweit. Das dreijährige Ausbildungskonzept hat sich bewährt! Die Anregungen aus den Pilotlehrgängen berücksichtigend, konnte das Konzept in drei Jahren reifen.

    Ab September ’98 werden wir die Ausbildung auch im Bausteinsystem anbieten. Teilnehmer "sammeln" die notwendigen Seminare in einem von ihnen selbst gewälten Zeitrahmen (länger als drei Jahren).

    Die Geschäftsstelle legt für sie ein sogenanntes "Ausbildungskonto" an, auf dem die besuchten Seminare verbucht werden. Wegen des höheren Verwaltungsaufwandes wird dem Ausbildungsteilnehmer im Bausteinsystem statt DM 10/UE, DM 12/UE berechnet, zahlbar im voraus am Quartalsanfang.

    Mit diesem Angebot erfüllen wir den Wunsch vieler Interessenten.

  • Zum Thema: Die Iyengar-Yoga-Lehrer-Ausbildung des BIYVD e.V. und der "Fernlehrgang ‘Yoga-Lehrer-SKA’ der
    Sebastian-Kneipp-Akademie"
    in Bad Wörishofen
  • Immer wieder kommen Anfragen, ob die SKA-Ausbildung und die des BIYVD identisch seien, da einige DozentInnen in beiden Ausbildungen unterrichten (Dr. Heidi Hauke, Luise Wörle, Dr. Karl Baier und Michael Forbes). Obwohl es inhaltlich und personell Übereinstimmungen gibt, ist die SKA-Ausbildung organisatorisch von der Ausbildung des BIYVD völlig getrennt. Bei erfolgreichem Abschluß dieser darf man sich "Yoga-Lehrer SKA" nennen, im Falle des BIYVD heißt es "Zertifiziert BIYVD".

    Es stimmt nicht, wie manche irrtümlich meinen, daß man als "Yoga-Lehrer-SKA" automatisch in das zweite oder dritte Jahr der Iyengar-Yoga-Lehrer-Ausbildung des BIYVD e.V. eintreten kann. In der Ausschreibungsbroschüre des BIYVD heißt es hierzu: "Andere Ausbildungen, die als wesentlichen Bestandteil Iyengar-Yoga enthalten, werden ggf. nach Ermessen des Ausbildungsrates teilweise anerkannt. Es besteht kein Anspruch auf Anerkennung."

    Diese Regelung berücksichtigt die naturgemäß stark voneinander abweichenden Beweggründe der Teilnehmer einer Ausbildung. Während manche eingangs schon viel Erfahrung und Elan mitbringen, sind andere eher auf der Suche und brauchen Zeit zur Orientierung. Bei der SKA, wo nur Interesse und die Bereitschaft, sich täglich mit Hatha-Yoga nach Iyengar zu beschäftigen, als Zulassungsbedingungen gelten, kann und wird nach zweieinhalb Jahren nicht verlangt werden, daß alle Absolventen homogen und professionell unterrichten. Andererseits wird so der seit mehr als zehn Jahren konstant gebliebene Bedarf an einer "Einführung" dieser Art gedeckt.

    Die Iyengar-Yoga-Lehrer-Ausbildung des BIYVD e.V. versteht sich demgegenüber als professionelle Berufsausbildung und arbeitet nach einem international anerkannten Standard. Intensive Erfahrung in der eigenen Praxis und im Unterricht wird vorausgesetzt, um mit der Ausbildung zu beginnen. Diese Erfahrung wird im Laufe von mindestens drei Jahren stark vertieft und erweitert. Die Intensität dieses Prozesses läßt für nicht wenige Teilnehmer ein "Strecken" des zeitlichen Ablaufs ratsam erscheinen. In der Realität der ersten Lehrgänge sind die allermeisten Teilnehmer stark gefordert, das Programm in nur drei Jahren zu absolvieren. Die Bezeichnung "Zertifiziert BIYVD" soll künftig für solide, zuverlässige und weitreichende Kenntnisse und ebensolches Können bürgen.


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